Künstlerisches Profil
Die Arbeiten von GMDZ wurden von der
Kuratorin Ulli Sturm dem
„Neosurrealismus“ zugeordnet. Der
Begriff wird dabei weniger als
historische Referenz verstanden,
sondern als gegenwärtige Erweiterung:
Nicht das Traumhafte steht im Zentrum,
sondern das kritisch Bewusste.
Jedes Gemälde basiert auf einem klaren
konzeptionellen Kern. Surreale
Bildräume dienen nicht der Flucht ins
Unterbewusste, sondern der
analytischen Verdichtung
gesellschaftlicher Zustände. Die Werke
erzählen jeweils eine eigenständige
Geschichte, deren Symbolik auf
moralische und ökologische
Fragestellungen verweist.
Sie behandeln unter anderem Zentrale
Themen wie kollektive moralische
Versäumnisse, Konsum und seine
Folgen, aber auch das
Spannungsverhältnis zwischen
Zivilisation und Natur sowie die
menschliche Selbstreflexion.
Natur erscheint dabei als Gegenpol zur
Zivilisation – als stiller Maßstab, an dem
menschliches Handeln sichtbar wird.
Die Werke fordern keine passive
Betrachtung, sondern konfrontieren den
Betrachter mit impliziter
Mitverantwortung. Wegsehen wird
unmöglich.